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Buchtipp: Was anders bleibt … in Deutschland

Buchcover: Was anders bleibt
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Zwei konservative Männer aus den Zentren der Macht bereisen Deutschland während der Coronakrise 2020. Herausgekommen ist ein spannendes und lesenswertes Buch über den Zustand des Landes, seiner Menschen und der Demokratie: Was anders bleibt in diesem herausgeforderten Land!

Transformation, Digitalisierung, Klimawandel, Coronakrise

Das Land, wir alle sind herausgefordert die Probleme der Zeit und der Zukunft unserer Kinder zu bewältigen. Aktuell, mitten in der Coronakrise, erscheinen die aktuellen Probleme gigantisch bis kaum lösbar. Die Umwälzungen sind hart, viele Menschen haben Angst oder sind überfordert mit der Lage. Das sieht man an den Anti-Corona-Protesten, der Impfangst und der ständigen und teils unanständigen Kritik an der Regierung.

Die Idee, sich das alles mal näher anzuschauen, das Land und die Leute, die Menschen vor Ort zu treffen, mit ihnen zu reden und ihre wahren Probleme und Hoffnungen, ihre wahren Ängste und Sorgen besser oder überhaupt kennenzulernen, ist toll. Und das von einem Spitzenpolitiker, wie den CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak und dem konservativen Berliner Publizisten und ehemaligen Kohl-Vertraute Georg Milde. Hätte man diesen Leuten gar nicht zugetraut. Umso bemerksenswerte ist diese Reise zur Bestandsaufnahme, was anders bleibt in Deutschland.

Am Puls eines Landes

Paul Ziemiak und Georg Milde reisen quer durch Deutschland – in einer Zeit voller Herausforderungen. Was sich ohnehin schon im Umbruch befand, wird durch die Corona-Pandemie nochmals beschleunigt. Der Politiker und der Publizist fügen die Erlebnisse ihrer Reise zu einem Deutschlandbild in bewegten Zeiten zusammen. Dazu sprechen sie mit Vordenkern der aktuellen Transformation und nachdenklichen Köpfen, Mutigen und Verängstigten. Sie treffen auf Unternehmer und Hartz-IV-Empfänger, Umweltaktivisten und LKW-Fahrer, Atheisten und Seelsorger, Impfskeptiker und Virusexperten. Und sie finden neue Antworten auf die Frage, wie der Zusammenhalt angesichts der großen Veränderungen und der wachsenden Vielfalt erhalten bleiben kann.

Paul Ziemiak, geboren 1985 in Stettin (Polen), kam als Kleinkind nach Deutschland. Drei Jahrzehnte später ist er der jüngste Generalsekretär in der Geschichte der CDU und Mitglied des Deutschen Bundestages. Zuvor war er Bundesvorsitzender der Jungen Union, der gemeinsamen Jugendorganisation von CDU und CSU, sowie Mitglied im Rat seiner Heimatstadt Iserlohn. Dort lebt er mit seiner Frau sowie seinen beiden Kindern. Ziemiak ist Herausgeber des Buches »Die Zukunftsmacher: #Deutschland 2029. 40 kluge Köpfe unter 40 und wohin sie unser Land führen wollen«.

Georg Milde, Dr. phil., geboren 1977 in Aachen, ist Publizist und beschäftigt sich mit politischen Themen sowie aktuellen Veränderungsprozessen. Für sein Buch »In Transformationsgewittern« reiste er drei Monate lang zu weltweiten Schauplätzen des Umbruchs. Nach fünf Jahren als Herausgeber des Magazins politik & kommunikation von 2014 bis 2019 schrieb er u. a. über den Brexit und befasste sich für ein Buch mit den Perspektiven der Grünen. Von 2006 bis 2010 war der in Berlin lebende Politikwissenschaftler persönlicher Mitarbeiter von Altbundeskanzler Helmut Kohl.

Die Corona-Reise durch Deutschland im Jahre 2020

Die Viruskrise wird irgendwann vorbei sein. Dann warteten andere, teils noch unbekannte Herausforderungen auf uns. Digitalisierung und Klimawandel sind gigantische Probleme, die wir, die unsere Politiker jetzt angehen müssen. Dieses relativ kleine Buch Was anders bleibt – Reise durch ein herausgefordertes Land ist ein Zeitdokument, eine Bestandsaufnahme des Seelenzustandes dieser Nation. Wie www.pandemie20.de auch, ist es aus meiner Sicht wichtig, diese Dinge festzuhalten. Es gibt viel zu lernen und zu verstehen und die Nicht-Gehörten, die Nicht-Stattfindenden brauchen eine, unserer Stimme. Die bekommen sie hier durch Paul Ziemiak und Georg Milde.

Die Fahrt geht durch das ganze Land, kreuz und quer zu den teils wunden, teils neuralgischen Punkten. Nach Frankfurt, zur Wiege der Demokratie, auf die schwäbische Alb, nach München-Bogenhausen, nach Halle in den Osten, wo es finsterer zu werden scheint, bis ganz an die Grenze zu Polen, hinauf nach Hamburg und rüber ins Rheinland. Insgesamt gibt es 40 Stationen durch ein unruhiges Land in Bewegung.

Fazit

Lesenswert. Eindeutig. Wie ich schon schrieb, ist dieses Büchlein Was anders bleibt ein Zeitdokument nicht nur der Coronakrise, sondern eines Landes im Umbruch. Wir alles wissen, worum es geht, doch wissen wir nicht, was kommt, was noch alles kommt. Corona hat viele Gewissheiten genommen, die Stärken, aber auch die Schwächen dieses Landes offengelegt. Die Begegnungen und die Geschichten der Menschen in diesem Buch sind, um es platt, aber eindeutig zu sagen, ein Spiegel der Gesellschaft. Ein Spiegel der Zeit, der Sorgen, Nöte und Hoffnungen dieser Leute in diesem unseren Land.

Das Buch ist sehr gut zu lesen, kurzweilig und ganz sicher eine der besten Ideen, die konservative Führungskräfte in diesem Land zu haben können. Ich freue mich, dieses Buch hier vorstellen zu dürfen, es ist jetzt schon ein wichtiger Bestandteil zur Aufarbeitung und Bestandsaufnahme der Corona-Pandemie 2020/21. Kauft es!

Was anders bleibt – Reise durch ein herausgefordertes Land

Buch hier kaufen
von Paul Ziemiak und Georg Milde 
192 Seiten, Herde Verlag (7. April 2021)
ISBN 3451389819
Taschenbuch 20,- Euro

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